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Nr. 102, 1/2013
diesseits Nr. 102 / 1 - 2013

Liebe Lesende,

in diesem Jahr feiert der Humanistische Verband sein 20-jähriges Gründungsjubiläum. 1993 ging es darum, die alten Organisationen der Freigeister auf ein neues Gleis zu bringen. Die Verbindung von humanistischer Weltanschauung mit sozialer Praxis war die Idee, die für einen Aufbruch der Verbände sorgen sollte.

Menschenrechte statt Titten
Anfangs wollten wir nur wissen, ob der Feminismus am Ende ist oder an einem neuen aufsehenerregenden Anfang steht. Aus dieser Frage ist eine Erkundung der feministisch-emanzipatorischen Szene geworden, sicher nicht allumfassend, aber zumindest das Grundsätzliche berührend. Auf die Formel „Brüste für Menschenrechte oder Menschenrechte statt Brüste“ lässt sich das Thema Feminismus am Ende nicht reduzieren, aber herauslassen kann man diese heute auch nicht mehr.
Femen 4
Mit aufsehenerregenden Nacktprotesten lenken die Aktivistinnen von FEMEN die internationale Aufmerksamkeit auf gesellschaftliche Missstände. Ihre „sextremistische“ Protestkultur ist aber durchaus umstritten.
Cover
Der Begriff „Feminismus“ ist ebenso vage, wie er weit ist, heißt es. Aber stimmt das? Befasst sich Feminismus in gleichem Maße mit Ausbeulung wie mit Ausbeutung? Thematisieren Feminist_innen Bestimmtheit ebenso wie Bestimmung. Wird im feministischen Diskurs Unterdrückung Unterschätzung gegenüber gestellt? Und ist Körperlichkeit ein feministisches Tabu oder gerade nicht? Zahlreiche Neuerscheinungen gehen diesen Fragen nach. Die Feministin und Sexualpädagogin Alina Schmitz hat sie gelesen.
Cover
„If I can't dance, I don't want to be part of your revolution.“ Für dieses Zitat ist Emma Goldmann bis heute bekannt. Dass sie auch für die T-Shirt Sprüche „If voting changed anything, they'd make it illegal.“ und „The most violent element in society is ignorance.“ verantwortlich war, ist weniger bekannt. Ihre Autobiografie lädt zum Entdecken eines Lebens für die Emanzipation ein.
Foto: Shutterstock
Deutschland spricht seit einigen Wochen über „Sexismus“, der an deutschen Arbeitsplätzen, Universitäten und im privaten Umfeld herrsche. Der Fall Brüderle, der die Debatte ausgelöst hat, zeigt selbst kein Sexismus-Problem auf. Sexismus existiert dennoch im deutschen Alltag. Dieser richtet sich paradoxerweise nicht gegen Frauen, sondern gegen ihre Weiblichkeit. So sind Frauen nicht nur Opfer, sondern vor allem auch Täter. Ein Aufschrei.
Foto: Zoo Rostock
In Rostock lädt das Darwineum dazu ein, die Entwicklung der Arten kennenzulernen. Es ist ein kleiner Schritt für unsere Kultur, ein großer Sprung für die Affen im Zoo. Harsche Kritik gibt es trotzdem.
Humanisten im Fokus
Kurz nach Machtantritt zerschlugen die Nationalsozialisten sowohl den Freidenkerverband als auch die weltliche Schulbewegung. Viele Humanisten engagierten sich fortan im Widerstand gegen das NS-Regime. Eine Ausstellung stellt sie in den Mittelpunkt.
Foto: privat
Selbstbestimmt und auf Augenhöhe: Die Rechtsanwältin, Notarin und Mediatorin Hohmann setzt sich für Wege der Konfliktlösung außerhalb des Gerichtssaals ein.