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Aktuelle Ausgabe der diesseits
Nr. 97, 4/2011
diesseits Nr. 97 / 4 - 2011

diesseits Nr. 97 / 4 - 2011

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Na, was essen Sie an Weihnachten? Gedünstete Auberginen an Sellerieparfait auf einem Bett vom Blattsalat? Oder doch die geschmorte Gans mit Kartoffeln und brauner Soße? Zugegeben, dazwischen gibt es noch eine gewisse Bandbreite an weiteren Möglichkeiten.

Fleischeslast Fleischeslust
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Die Geschichte des Vegetarismus ist so alt wie die Geschichte der abendländischen Philosophie, mindestens. Und die Frage, ob es legitim sei, Tiere zu Nahrungszwecken zu züchten, zu mästen, zu töten und ihre Leichen zu essen (oder irgendwelchen „Göttern" zu opfern), wurde dementsprechend bereits in der griechischen Antike kontrovers diskutiert.

Jonathan Safran Foer, Tiere essen
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Safran Foer und die deutsche Autorin Karen Duve publizierten im vergangenen Jahr fast zeitgleich Bücher, die sich mit der fleischlichen Kost, ihrer Herkunft und ihrem Verzehr auseinandersetzen. Beide Titel haben Spuren bei ihren Lesern hinterlassen. Fast jeder kennt jemanden, der sich nach ihrer Lektüre im Vegetariersein versucht hat. Dabei war das nie die Absicht ihrer Autoren. Foer und Duve wollten vielmehr Antworten auf persönliche Fragen finden – ihre Bücher sind Nebenprodukte einer Selbstsuche.

Christopher Hitchens, The Hitch
Freitag, 16. Dezember 2011

Der radikale Denker, Intellektuelle, Atheist und Kirchenkritiker Christopher Hitchens ist am Donnerstag, den 15.12.2011 seiner Krebskrankheit erlegen, wie Vanity Fair bekanntgab. In Deutschland ist Christopher Hitchens in der säkularen Szene mit seinem Buch Der Herr ist kein Hirte. Wie Religion die Welt vergiftet bekannt geworden. In den englischsprachigen Ländern gehörte er zu den bekanntesten Intellektuellen. Kaum eine Talkshow, in der er nicht zu politischen und religionskritischen Fragen diskutiert. Die Zeitungen rissen sich um seine Analysen und bissige Kommentare. 

Stephen Fry, Ich bin so fry
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Rowan Atkinson, John Cleese, Emma Thompson und Tilda Swinton zählt er zu seinen Freunden, ebenso wie übrigens Hugh Laurie, Charlie Higson, Miranda Richardson, Richard Curtis und Alan Bennett. Mit dem Literaturnobelpreisträger Harold Pinter, dem Historiker Eric Hobsbawm, dem Regisseur Mike Leigh und fast 150 anderen prominenten britischen Juden gründete er eine Organisation unabhängiger jüdischer Stimmen, die sich für einen Frieden im Nahen Osten einsetzt.

Kunstsalon Cassirer. 1898-1905
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Wenn der Begriff Sisyphusarbeit in der digitalisierten Google-Algorithmus-Moderne überhaupt noch eine Relevanz besitzt, dann in dem, was Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt in den vergangenen Jahren geleistet haben. Mit der Ausdauer des griechischen Helden haben sie in mühsamer Kleinarbeit die nach 1933 zum Großteil verloren gegangene Galeriegeschichte des Kunstsalons Cassirer aus Zeitungs- und Kunstarchiven gehoben

Hans Joas. Die Sakralität der Person
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Konfessionsfreie haben bekannter Weise eine Schwierigkeit mit religiös aufgeladenen Begrifflichkeiten. So stellen sich bei vielen die Nackenhaare auf, wenn sie von einer Verheiligung der Person lesen, selbst wenn von dieser im Zusammenhang mit einem ureigenen Gut des Humanismus, den Menschenrechten, die Rede ist. Deren Entstehungsgeschichte geht der Sozialphilosoph Hans Joas in seinem neuen Buch Die Sakralität der Person in nach.