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diesseits Nr. 118, 1/2017
Das Projekt „Evolutionary Knowledge for Everyone“ verfolgt das Ziel, Wissen über Evolution möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, Fehlvorstellungen vorzubeugen und die Akzeptanz einer Weltsicht mit evolutionärer Perspektive zu stärken. Experten aus 15 Ländern Europas kamen dafür Anfang Februar bei einer dreitägigen Konferenz im portugiesischen Porto zusammen, um weiteren Projektideen gemeinsam nachzugehen.
Martin Luther. Bild: Lucas Cranach der Ältere / Wikimedia Commons
Teil 1: Das Plädoyer des Reformators für den Untertanengeist
Foto: © dpa / picture alliance
Mit Ralf König wird einer der bekanntesten und erfolgreichsten Comic-Zeichner beim HumanistenTag 2017 in Nürnberg auftreten. Im Interview sagt der vielfach ausgezeichnete Autor, der auch die Vorlage für den Kino-Kassenschlager „Der bewegte Mann“ lieferte, er sei ein Stück weit erschöpft von all den Beleidigten.
Foto: © A. Platzek
Forschung und Ausbildung für viele weltanschaulich profilierte Tätigkeitsfelder würden von der Unterstützung durch einschlägig qualifizierte Hochschuleinrichtungen stark profitieren, sagt der Philosoph Ralf Schöppner, Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland (HAD).
Gebäude der Universiteit voor Humanistiek in Utrecht.
Humanismusforschung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit einer geschichtlichen Tradition. Angesichts der politischen und sozialen Krisen der Gegenwart bedarf es einer Verknüpfung historischer Forschung mit aktuellen Problemlagen und der Aus- und Weiterbildung humanistischer Praktiker – einer Humanistik.
diesseits Nr. 118, 1/2017

Liebe Lesende,

als ich Ende Mai vom Evangelischen Kirchentag zurückfuhr, habe ich im Zug eine bekannte Hamburger Wochenzeitung gelesen. Von den Diskussionen, an denen ich in Berlin teilgenommen hatte, war ich noch etwas ausgelaugt. Da fiel mein müder Blick auf einen ganzseitigen Artikel über meinen bayerischen Branchenkollegen, den Landesbischof Bedford-Strohm.

Cover: JMB Verlag
Vorwort zur deutschen Ausgabe von H.P. Lovecrafts „Against Religion“, die im Dezember 2016 erscheint.
diesseits Nr. 117, 4/2016
Humanistische Lebenskunde ist ein Erfolgsmodell: Seit seiner Einführung 1984 an Berliner Schulen stiegen die Teilnehmendenzahlen jedes Jahr stark an. Mittlerweile besuchen über 60.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg den Unterricht, rund 500 Lehrkräfte sind derzeit an den Schulen tätig. Olaf Schäfer und Heike Schmidt sprechen über ihren Unterrichtsalltag, ihre Motivation und über Widerstände, auf die sie treffen.
Illu
Nach mehr als 30 Jahren Arbeit und bei über 60.000 Schülerinnen und Schülern in Berlin und Brandenburg ist wohl bewiesen: Humanisten können Wertebildung. Doch mit wenigen Ausnahmen gibt es bundesweit derzeit kaum große Aussichten auf echte Verbesserungen beim Angebot von Alternativen zu den Religionsunterrichten. „Hilfe von oben“ ist nicht zu erwarten, einen Ausweg bietet nur der gemeinschaftliche Einsatz.
diesseits Nr. 117, 4/2016
Die Kirchenlobby habe es im November 2015 geschafft, mit dem Verbot der zuvor strafffrei möglichen Freitodhilfe der Mehrheit andersdenkender Bürger eine schwere Niederlage zuzufügen, meint Gita Neumann.
Foto: Google
Das Bürgerhaus der Humanisten in Halle (Saale) hat Ende September sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Von Ivonne Lische und Edmund Fröse, Halle
Foto: © A. Platzek
Der Jurist Thomas Heinrichs hat für die Antidiskriminierungsstelle (ADS) des Bundes eine Expertise zum Begriff „Weltanschauung“ und Benachteiligungsrisiken aufgrund der Abwesenheit einer Konfession verfasst. Heinrichs sagt im Interview, gegen Diskriminierungen können Konfessionsfreie auf zwei Weisen vorgehen: politisch und juristisch.
Foto: privat
Mit dem HumanistenTag 2017 lädt vom 15. bis zum 18. Juni nächsten Jahres das wohl größte humanistische Festival bundesweit zum Diskutieren, Tanzen, Staunen und Netzwerken ein. Michael Wladarsch, Geschäftsführer der Deutscher HumanistenTag gGmbH, sagt im Interview, warum aus seiner Sicht die Zeit für ein großes Fest für alle Menschen, die gerne selber denken ist, gekommen ist.
Bild: Pete Stary
Klein, aber oho! Mit einem aufsehenerregenden Angebot haben sich die Humanistinnen und Humanisten in Hessen seit Ende Oktober in eine Wertedebatte im Bundesland eingemischt.
Foto: A. Platzek
Ein sehr selektiver Rückblick von Frieder Otto Wolf.
Montage
25 Jahre sind vergangen, seit sich nach der deutschen Wiedervereinigung der praktische Humanismus in Deutschland wieder bundesweit frei zu entfalten beginnen konnte. Die Humanistinnen und Humanisten hierzulande bilden heute eine der größten Verbindungen ihrer Art weltweit.
Foto: © Evelin Frerk

Liebe Lesende,

Humanismus in der Wertebildung an den Schulen zu verankern – welche humanistisch eingestellten Eltern würden sich das nicht wünschen? Leider sieht die Schulrealität oft anders aus. Üblicherweise wird allenfalls ein laues Ersatzfach „Ethik“ für nichtreligiöse Menschen vorgehalten, das an seiner Konzeption als Sammelfach für die Nicht-ChristInnen leidet.

Hugenotten auf dem Weg in die Mark Brandenburg - Kurfuerst Friedrich Wilhelm von Brandenburg erlaubt mit Edikt von Potsdam vom 29. Oktober 1685 den aus Frankreich geflohenen Hugenotten die Ansiedlung. Foto: © picture-alliance / akg
Wie weit reichen die Parallelen aus der Geschichte?
Foto: Wendy A. Hern
Menschen ohne Zugehörigkeit zu einer Kirche oder anderen Religionsgemeinschaft bilden weitgehend einen blinden Fleck der empirischen Sozialforschung, sagt die Psychologin Tatjana Schnell. Die Professorin an der Universität Innsbruck widmet sich darum nun eingehender den lebensweltlichen Identitäten und existenziellen Orientierungen von Konfessionsfreien.
Cover
Inwieweit kann Systemische Pädagogik als humanistische Praxis verstanden und profiliert werden?