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Warum man Martin Luther (eigentlich) nicht feiern sollte – Teil 2

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Der Antisemitismus des Reformators und seine Wirkung
Freitag, 15. September 2017
Bild: © Lucas Cranach der Ältere / Wikimedia Commons

Bild: © Lucas Cranach der Ältere / Wikimedia Commons

„Luther war ein großer Mann, ein Riese“, so Adolf Hitler bereits 1923. Diese Einschätzung erläuterte er wie folgt: „Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“ Eine derartige Anerkennung des Reformators, hier bezogen auf seinen Antisemitismus, fand sich auch noch bei anderen hohen Funktionsträgern des nationalsozialistischen Totalitarismus. Der Herausgeber des „Stürmer“ Julius Streicher bemühte sich während der Nürnberger Prozesse, seine Hetze gegen die Juden mit ihm zu legitimieren: „Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meine Stelle als Angeklagter.“

Derartige Bekundungen hatten einen wahren Kern: Martin Luther ließ nicht nur in Büchern seinen Aversionen gegen die Juden freien Lauf, sondern rief dort auch zu Synagogenverbrennungen und Vertreibungen auf. Angesichts der Bezüge auf Luther durch führende NS-Politiker stellt sich die Frage, wie es um den Antisemitismus in Einstellungen und Handlungen bei dem Reformator stand und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede dessen Judenfeindschaft zu der des Nationalsozialismus aufweist.

diesseits Nr. 119, 2/2017

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