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#Ehefüralle

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393 von 623 Abgeordneten des Deutschen Bundestages stimmten am 30. Juni 2017 für die „Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“, kurz: die „Ehe für alle“.
Freitag, 15. September 2017
Foto: © LSVD BB

Katrin Raczynski (links), Vorständin des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg, mit Vertreterinnenund Vertretern von Religionsgemeinschaften und des Bündnisses gegen Homophobie bei der Kampagneneröffnung am Frankfurter Tor in Berlin. Foto: © LSVD BB

Während die Mehrheit der CDU/CSU-Fraktion den Gesetzentwurf ablehnte, stimmte etwa ein Viertel der Unionsabgeordneten dafür. SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Linkspartei votierten geschlossen für das Gesetz. Künftig wird es im Bürgerlichen Gesetzbuch heißen: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen der gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“ Paare, die zuvor eine eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen haben, können diese künftig in eine Ehe umschreiben lassen. Wer jedoch keine Ehe eingehen möchte, kann auch die Lebenspartnerschaft fortführen.

Mit dem neu erlassenen Gesetz ist ein mehr als zehnjähriger Kampf für die Gleichbehandlung nicht-heterosexueller Menschen und Paare erfolgreich zu Ende gegangen – den auch Humanistinnen und Humanisten seit langem an vielen Orten aktiv mitgetragen haben bis zu dem historischen Bundestagsbeschluss. Ein letzter Wegbereiter dafür war die diesjährige Plakatkampagne des Bündnisses gegen Homophobie unter Leitung des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin- Brandenburg. Seit dem 23. Mai 2017 waren auf zwei Kampagnenmotiven ein lesbisches und ein schwules Paar mit Vertreterinnen und Vertreter von fünf Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Stadtlandschaft zu sehen: an Bushaltestellen, in U-Bahnhöfen und auf öffentlichen Plätzen – gemeinsam für Vielfalt, Selbstbestimmung und gleiche Rechte. Wir gratulieren zum Erfolg!