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Heute als ganz selbstverständlich wahrgenommen

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Humanistische Lebenskunde ist ein Erfolgsmodell: Seit seiner Einführung 1984 an Berliner Schulen stiegen die Teilnehmendenzahlen jedes Jahr stark an. Mittlerweile besuchen über 60.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg den Unterricht, rund 500 Lehrkräfte sind derzeit an den Schulen tätig. Olaf Schäfer und Heike Schmidt sprechen über ihren Unterrichtsalltag, ihre Motivation und über Widerstände, auf die sie treffen.
Donnerstag, 15. Dezember 2016

Seit wann sind Sie Lebenskundelehrer und was war Ihre Motivation, sich für diesen Beruf zu entscheiden?

Olaf Schäfer: Ich habe 1996 angefangen, bin also seit 20 Jahren dabei. Die Büroräume des Humanistischen Verbands lagen damals in der Straße in Neukölln, in der ich wohnte (Anm. d. Red.: Bis 1999 war die Geschäftsstelle in der Hobrechtstraße, Neukölln). Eines Tages bekam ich ein Flugblatt vom Verband in die Hände. Ich dachte, ah, das ist ja ein toller Verein. Aus meiner Heimat in Westdeutschland kannte ich so etwas nicht. Bei uns gab es damals nur die Kirche, die Feuerwehr und das Rote Kreuz. Es war für mich daher toll, zu sehen, dass es einen Verband für Freidenker gab. Ohne zu wissen, was genau Freidenker sind, hatte ich mich selbst immer als Freidenker verstanden. Daher wurde ich als Student Mitglied. Nach meinem Studium der Pädagogik, Germanistik und Politik suchte ich einen Job und dachte, so – was nun? Eine Bekannte machte mich dann auf Humanistische Lebenskunde aufmerksam, was ich sofort sehr spannend fand. Also bewarb ich mich, wurde genommen und fing mit dem Unterricht an.

diesseits Nr. 117, 4/2016

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