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Humanistische Ideen zur Blüte bringen

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Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die Humanismus Stiftung Berlin wichtige Projekte für eine solidarische und säkulare Gesellschaft unterstützt oder angestoßen. Für die Zukunft kommt es nun entscheidend darauf an, mehr dauerhafte Förderer zu gewinnen.
Freitag, 13. Mai 2016
Foto: A. Platzek

Der Palästinenser Mohamed Ibrahim und der Israeli Shemi Shabat erhielten 2015 den Ossip-K.-Flechtheim-Preis der Humanismus Stiftung Berlin für ihre langjährige Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Nahostkonflikt. Foto: A. Platzek

Historisches Unrecht in Beiträge für eine bessere Welt verwandeln – Dieser Gedanke prägte den Anfang der Humanismus Stiftung Berlin. Zweck der Stiftung ist es, die Leitgedanken des Humanismus als einer demokratischen und ethischen Lebensauffassung in der Gesellschaft zu verbreiten: Alle Menschen haben die Freiheit und die Verantwortung, ihrem Leben selbst Sinn zu geben und dafür gemeinsame kulturelle Formen zu finden. „Humanismus bedeutet, mit Gefühl und Verstand nachhaltig für die Durchsetzung einer menschlicheren Gesellschaft und einer besseren Welt einzutreten. Er orientiert sich an den Prinzipien Weltlichkeit, Selbstbestimmung, Individualität, Solidarität und Toleranz“, sagt dazu die Präambel der Stiftungssatzung. Zutiefst unrühmliche Ereignisse sind es jedoch, die in der Geschichte vor der Festschreibung dieser hehren Ziele lagen.

Das Startkapital, mit dem der Humanistische Verband in Berlin vor einer Dekade den Grundstein für die Stiftungsarbeit legte, stammte aus einer Restitution aufgrund von NS-Unrecht. Diese hatten sich die Humanisten in jahrelangem Ringen als Entschädigung für die Enteignung ihrer Vorläufer-Organisation durch das nationalsozialistische Regime erkämpft. Denn auch die relativ jungen Vereinigungen nichtreligiöser Menschen in der deutschen Hauptstadt waren nach der  Machtergreifung im Jahr 1933 von der faschistischen Regierung innerhalb kürzester Zeit verboten, aufgelöst und ihres Vermögens beraubt worden. Viele führende Vertreter wurden vom NS-Regime verfolgt und mussten in das Ausland fliehen, einige wurden schließlich sogar ermordet. Erst seit einigen Jahren beginnt sich der organisierte Humanismus in vielen Teilen der Bundesrepublik von diesen historischen Abbrüchen zu erholen.

Nr. 114, 1/2016

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