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Mehr als ein symbolischer Schritt

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Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Toleranz und freies Denken: Diese Werte prägen seit jeher die Jugendfeier. Auch 100 Jahre nach ihrem Höhepunkt in der Weimarer Republik erfreut sich die humanistische Begleitung an der Schwelle zum Erwachsenwerden großer Beliebtheit. Doch um erneut eine echte Erfolgsgeschichte zu werden, kann nicht einfach alles bleiben wie es ist.
Montag, 1. Juni 2015
Foto: HVD Berlin-Brandenburg

„Warum ist die Jugendweihe einfach nicht totzukriegen?“ Die Frage stellte im vergangenen März die Moderatorin des MDR-Polittalks Fakt ist…! in ihrer Einleitung der Sendung zur Frage, wie zeitgemäß humanistische und weltliche Lebenswendefeiern für konfessionsfreie Jugendliche sind – oder ob sie nur ein Überbleibsel aus DDR-Zeiten darstellen. Der Anlass, um dieses Thema in den Mittelpunkt der TV-Diskussion zu stellen, war auch der nahende Höhepunkt der diesjährigen Saison. Zehntausende Jugendliche und ihre Familien haben in den vergangenen Wochen an den Festakten teilgenommen, mit denen seit mehr als anderthalb Jahrhunderten der Schritt aus der Kindheit gefeiert wird.

In der Talkrunde zuckte keine Wimper, als die Moderatorin mit der Frage vielleicht unbewusst deutlich machte, welche Geisteshaltung in einem Teil unserer Gesellschaft gegenüber der traditionsreichen Alternative zu Konfirmation und Kommunion noch immer existiert: Die religionsfreien Lebenswendefeiern, so die Erwartung manch Kirchenangehöriger nach dem Ende der DDR, würden – oder besser: sollten – bald ebenso verschwinden wie zuvor der sozialistische Staat.

diesseits 2/2015

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