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Die offene Gesellschaft und ihre Feinde heute

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Das Gefahrenpotential von Extremisten, Populisten und Terroristen
Sonntag, 1. März 2015

Karl R. Poppers Buch „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ gilt heute als ein moderner Klassiker der politischen Ideengeschichte. Der Erkenntnistheoretiker und Sozialphilosoph hatte darin 1944 die seinerzeitigen totalitären Diktaturen des Nationalsozialismus und Stalinismus kritisieren wollen. Diese Absicht erstaunt beim Blick in den Inhalt, ging es doch im ersten Band um eine Kritik an Platon und im zweiten Band um eine Kritik an Hegel und Marx. Der Grund für diese inhaltliche Ausrichtung bestand darin, dass Popper in den genannten Denkern philosophische Repräsentanten einer „geschlossenen Gesellschaft“ sah. Gemeint war damit eine Sozialordnung, die Demokratie und Freiheit, Individualität und Kritik, Pluralismus und Wandel als grundlegende Merkmale einer „offenen Gesellschaft“ negierte. Spätestens mit der Auflösung der diktatorisch regierten Staaten des „real existierenden Sozialismus“ kam die Auffassung von einem „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama) in Gestalt des letztendlichen Sieges westlicher Demokratiemodelle auf.

Mittlerweile ist die damit einhergehende Euphorie aber pessimistischen Prognosen über die Zukunft der offenen Gesellschaft gewichen.

diesseits 1/2015

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