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Humanisten, bitte draußen bleiben!

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Mehr als fünf Dutzend Hochschulen in Deutschland bieten Forschungs- und Lehreinrichtungen, die der akademischen Qualifikation in bekenntnisgeprägten Berufsund Tätigkeitsfeldern dienen. Doch während sich im Spektrum der universitären Theologien immer mehr Glaubensrichtungen wiederfinden, sucht man gleichwertige Äquivalente für Menschen ohne religiöses Bekenntnis vergebens. Und auch bei der Begabtenförderung gibt es erhebliche Defizite.
Sonntag, 1. März 2015
Illustration: Anne Paschen

Humanismus gehört zweifellos zu den großen Traditionslinien der europäischen Philosophie und Geistesgeschichte und kann aus der Entwicklung des modernen Europa nicht weggedacht werden. Humanistische Ideen und Philosophien waren und sind konstitutiv für die freiheitliche Gesellschaft, ihre Gesetzgebung und Rechtsprechung. Doch an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland spiegelt sich dies selbst etwa 2.300 Jahre nach dem Tode der Gründer der großen hellenistischen Philosophenschulen – Stoa, Epikuräismus und Skepsis – nur begrenzt wider: ein selbstbewusster Humanismus, der sich als vollwertiges Äquivalent zu den Religionen versteht, hat an den deutschen Universitäten bis heute keinen Platz gefunden.

diesseits 1/2015

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