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Foto: (c) Evelin Frerk

Liebe Lesende,

was für einen Humanismus wollen wir? Oder anders gefragt: Was macht den Humanismus aus, so wie wir ihn gerne leben? In dieser Ausgabe zeigen wir einige Beispiele dafür, wie die Antwort auf diese Frage ausfallen kann. Eines zieht sich durch unsere Berichte wie ein roter Faden: Humanismus findet unter Menschen statt. Menschen, die sich ausdrücken wollen.

Foto: (c) Evelin Frerk

Liebe Lesende,

wir spannen in diesem Heft einen weiten Bogen. Er reicht von erfreulichen Nachrichten aus der humanistischen Arbeit in den heimischen Gefilden bis zu weniger positiven Nachrichten aus Afrika. Kaum zu glauben, dass der Hexenglaube in unserer Zeit noch so fröhliche – oder besser schreckliche – Urständ‘ feiern kann.

Titel 3-2013

Liebe Lesende,

haben Sie auch schon mal davon geträumt, zu den Sternen zu fliegen und die Erde von oben zu sehen? Dabei ist das mit den Sternen ja Quatsch, wie Sigmund Jähn uns erklärt hat. Und er muss es wissen: Schließlich war ihm das Privileg vergönnt, in den Weltraum aufzubrechen – damals als erstem Deutschen.

Foto: © privat
Der Musikpädagoge und Komponist ist Leiter von „Sing Human Rights“, einem Projekt für musikalische Menschenrechtsbildung. Dabei werden die Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Gospel- Songs verwandelt, sodass jederfrau und jedermann deren Leitideen auch gesungen in das Bewusstsein rufen können.
Foto: S.Sashkin / Fotolia.com
Pluralistisch, humanistisch orientiert und dem Leben positiv zugewandt: Die ersten Ergebnisse der internationalen Studie Konfessionsfreie Identitäten liegen vor. Sie zeichnen ein positives Bild für unsere Gesellschaft von morgen.
Foto: © LSVD BB
393 von 623 Abgeordneten des Deutschen Bundestages stimmten am 30. Juni 2017 für die „Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“, kurz: die „Ehe für alle“.
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„Die Trennung von Staat und Kirche ist zu vollenden“ – Diese Forderung ist gemeinsames Ziel der sogenannten säkularen Szene. Es gibt jedoch unterschiedliche Vorstellungen, wie die Trennung konkret aussehen sollte: Ist ein strikter Laizismus nach französischem Vorbild gemeint, der Religion als reine Privatsache ansieht, oder sollten, wie etwa in Belgien, die Kooperation mit und die Finanzierung durch den Staat möglich sein?
Foto: © A. Platzek
Der organisierte Humanismus verzeichnet nicht Millionen Verbandsmitglieder. Darauf weisen sowohl Kirchen- wie Parteienvertreter regelmäßig hin, um den Gesprächsbedarf oder politische Reformen für die Gleichbehandlung Konfessionsfreier zu verweigern. Das Verlangen vieler Politiker nach Kirchenförmigkeit bietet keinen Weg in die Zukunft. Wir sollten also mit Nachdruck Alternativen aufzeigen.
Foto: © A. Platzek
Der Altphilologe und Religionshistoriker Hubert Cancik, Initiator und Mitherausgeber das Kompendiums Humanismus: Grundbegriffe, sieht den Aufbau einer deutschen Humanistik-Fakultät als dringende Aufgabe.
Fotos: Ralph Schwägerl / photocatering.de
Über 500 Besucherinnen und Besucher aus Deutschland und darüber hinaus haben zwischen dem 15. und 18. Juni 2017 in der Meistersingerhalle Nürnberg das bundesweit größte humanistische Festival dieses Jahres erlebt. Der erste Deutsche HumanistenTag Nürnberg ist zur bisher größten dokumentierten Versammlung ihrer Art in der Frankenmetropole geworden.
Foto: © Die Hoffotografen
In den kommenden Monaten könnten die Mitglieder des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg ein kleines Stück Geschichte schreiben. Denn mit einer Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch das Land Berlin wäre der Verband weiter auf Augenhöhe mit den Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften gelangt.
diesseits Nr. 119, 2/2017
Die Gründung des Humanistischen Verbandes jährt sich 2018 zum 25. Mal. Als praktisch vielfach erfahrene und bundesweit größte Institution ihrer Art zeigen die Mitglieder, Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden in vielen Bundesländern, wie werteorientiertes Engagement zeitgemäß gelebt werden kann. Politisch gewürdigt wird dies bis heute jedoch nur ausnahmsweise. Gute Gründe dafür gibt es kaum noch.
Foto: privat

Liebe Lesende,

vor einigen Tagen habe ich mit einer zukünftigen Kollegin darüber sinniert, ob Humanismus immer „links“ ist oder auch „rechts“ sein kann. Es gibt ja ab und zu die Rede vom Humanismus, ja vom HVD als „linkes Projekt“. Ist er das?

Foto: © privat
Melanie Sellmeier: Die Mutter dreier Kinder im baden-württembergischen Esslingen hat seit der Einschulung ihrer ältesten Tochter im vergangenen September festgestellt, dass es mit der weltanschaulichen Neutralität in ihrem Bundesland leider längst nicht überall zum Besten steht. Erst lud die Schule alle Familien ein zum Gottesdienst, doch für einige Worte von einem Vertreter konfessionsfreier Familien gab es dort trotz Anfrage keinen Platz. Und auch eine Alternative zum Religionsunterricht sucht sie bislang vergebens.
Foto: © A. Platzek
Berührende, persönliche und Mut machende Geschichten aus dem Kinderhospiz Berliner Herz erzählt das Buch von Anne Edler-Scherpe, Tochter der Hospiz-Gründerin Christiane Edler.
Foto: © dpa - Fotoreport

Es hat lange gedauert, aber in den letzten Jahren haben fast alle Institutionen in der Bundesrepublik damit begonnen, ihre NS-Geschichte aufzuarbeiten. Von Seiten der beiden christlichen Konfessionen steht eine solche umfassende Aufarbeitung noch aus.

Cover
Sterbenskranken Menschen die verbleibenden Tage, Wochen und Monate und manchmal auch Jahre mit bestmöglicher Lebensqualität zu füllen und den Angehörigen eine anhaltende Erinnerung an das gute Ende eines geliebten Menschen zu bereiten, sieht der Palliativmediziner Sven Gottschling als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
diesseits Nr. 118, 1/2017
Es handelt sich um das ethisch heikelste Strafgesetz in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands. Wer heute als Palliativmediziner seinen Patienten zu Hause hinreichend Medikamente gegen Durchbruchschmerz oder gefürchtete Erstickungsnot überlässt, muss möglicherweise ins Gefängnis. Bestraft werden soll mit bis zu drei Jahren, was vorher in Deutschland straffrei war, nämlich die Hilfe zum Suizid.