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Foto: (c) Evelin Frerk

Liebe Lesende,

was für einen Humanismus wollen wir? Oder anders gefragt: Was macht den Humanismus aus, so wie wir ihn gerne leben? In dieser Ausgabe zeigen wir einige Beispiele dafür, wie die Antwort auf diese Frage ausfallen kann. Eines zieht sich durch unsere Berichte wie ein roter Faden: Humanismus findet unter Menschen statt. Menschen, die sich ausdrücken wollen.

Foto: (c) Evelin Frerk

Liebe Lesende,

wir spannen in diesem Heft einen weiten Bogen. Er reicht von erfreulichen Nachrichten aus der humanistischen Arbeit in den heimischen Gefilden bis zu weniger positiven Nachrichten aus Afrika. Kaum zu glauben, dass der Hexenglaube in unserer Zeit noch so fröhliche – oder besser schreckliche – Urständ‘ feiern kann.

Titel 3-2013

Liebe Lesende,

haben Sie auch schon mal davon geträumt, zu den Sternen zu fliegen und die Erde von oben zu sehen? Dabei ist das mit den Sternen ja Quatsch, wie Sigmund Jähn uns erklärt hat. Und er muss es wissen: Schließlich war ihm das Privileg vergönnt, in den Weltraum aufzubrechen – damals als erstem Deutschen.

Foto: © privat
Melanie Sellmeier: Die Mutter dreier Kinder im baden-württembergischen Esslingen hat seit der Einschulung ihrer ältesten Tochter im vergangenen September festgestellt, dass es mit der weltanschaulichen Neutralität in ihrem Bundesland leider längst nicht überall zum Besten steht. Erst lud die Schule alle Familien ein zum Gottesdienst, doch für einige Worte von einem Vertreter konfessionsfreier Familien gab es dort trotz Anfrage keinen Platz. Und auch eine Alternative zum Religionsunterricht sucht sie bislang vergebens.
Foto: © A. Platzek
Berührende, persönliche und Mut machende Geschichten aus dem Kinderhospiz Berliner Herz erzählt das Buch von Anne Edler-Scherpe, Tochter der Hospiz-Gründerin Christiane Edler.
Foto: © dpa - Fotoreport

Es hat lange gedauert, aber in den letzten Jahren haben fast alle Institutionen in der Bundesrepublik damit begonnen, ihre NS-Geschichte aufzuarbeiten. Von Seiten der beiden christlichen Konfessionen steht eine solche umfassende Aufarbeitung noch aus.

Cover
Sterbenskranken Menschen die verbleibenden Tage, Wochen und Monate und manchmal auch Jahre mit bestmöglicher Lebensqualität zu füllen und den Angehörigen eine anhaltende Erinnerung an das gute Ende eines geliebten Menschen zu bereiten, sieht der Palliativmediziner Sven Gottschling als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
diesseits Nr. 118, 1/2017
Es handelt sich um das ethisch heikelste Strafgesetz in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands. Wer heute als Palliativmediziner seinen Patienten zu Hause hinreichend Medikamente gegen Durchbruchschmerz oder gefürchtete Erstickungsnot überlässt, muss möglicherweise ins Gefängnis. Bestraft werden soll mit bis zu drei Jahren, was vorher in Deutschland straffrei war, nämlich die Hilfe zum Suizid.
diesseits Nr. 118, 1/2017
Das Projekt „Evolutionary Knowledge for Everyone“ verfolgt das Ziel, Wissen über Evolution möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, Fehlvorstellungen vorzubeugen und die Akzeptanz einer Weltsicht mit evolutionärer Perspektive zu stärken. Experten aus 15 Ländern Europas kamen dafür Anfang Februar bei einer dreitägigen Konferenz im portugiesischen Porto zusammen, um weiteren Projektideen gemeinsam nachzugehen.
Martin Luther. Bild: Lucas Cranach der Ältere / Wikimedia Commons
Teil 1: Das Plädoyer des Reformators für den Untertanengeist
Foto: © dpa / picture alliance
Mit Ralf König wird einer der bekanntesten und erfolgreichsten Comic-Zeichner beim HumanistenTag 2017 in Nürnberg auftreten. Im Interview sagt der vielfach ausgezeichnete Autor, der auch die Vorlage für den Kino-Kassenschlager „Der bewegte Mann“ lieferte, er sei ein Stück weit erschöpft von all den Beleidigten.
Foto: © A. Platzek
Forschung und Ausbildung für viele weltanschaulich profilierte Tätigkeitsfelder würden von der Unterstützung durch einschlägig qualifizierte Hochschuleinrichtungen stark profitieren, sagt der Philosoph Ralf Schöppner, Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland (HAD).
Gebäude der Universiteit voor Humanistiek in Utrecht.
Humanismusforschung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit einer geschichtlichen Tradition. Angesichts der politischen und sozialen Krisen der Gegenwart bedarf es einer Verknüpfung historischer Forschung mit aktuellen Problemlagen und der Aus- und Weiterbildung humanistischer Praktiker – einer Humanistik.
diesseits Nr. 118, 1/2017

Liebe Lesende,

als ich Ende Mai vom Evangelischen Kirchentag zurückfuhr, habe ich im Zug eine bekannte Hamburger Wochenzeitung gelesen. Von den Diskussionen, an denen ich in Berlin teilgenommen hatte, war ich noch etwas ausgelaugt. Da fiel mein müder Blick auf einen ganzseitigen Artikel über meinen bayerischen Branchenkollegen, den Landesbischof Bedford-Strohm.

Cover: JMB Verlag
Vorwort zur deutschen Ausgabe von H.P. Lovecrafts „Against Religion“, die im Dezember 2016 erscheint.
diesseits Nr. 117, 4/2016
Humanistische Lebenskunde ist ein Erfolgsmodell: Seit seiner Einführung 1984 an Berliner Schulen stiegen die Teilnehmendenzahlen jedes Jahr stark an. Mittlerweile besuchen über 60.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg den Unterricht, rund 500 Lehrkräfte sind derzeit an den Schulen tätig. Olaf Schäfer und Heike Schmidt sprechen über ihren Unterrichtsalltag, ihre Motivation und über Widerstände, auf die sie treffen.
Illu
Nach mehr als 30 Jahren Arbeit und bei über 60.000 Schülerinnen und Schülern in Berlin und Brandenburg ist wohl bewiesen: Humanisten können Wertebildung. Doch mit wenigen Ausnahmen gibt es bundesweit derzeit kaum große Aussichten auf echte Verbesserungen beim Angebot von Alternativen zu den Religionsunterrichten. „Hilfe von oben“ ist nicht zu erwarten, einen Ausweg bietet nur der gemeinschaftliche Einsatz.
diesseits Nr. 117, 4/2016
Die Kirchenlobby habe es im November 2015 geschafft, mit dem Verbot der zuvor strafffrei möglichen Freitodhilfe der Mehrheit andersdenkender Bürger eine schwere Niederlage zuzufügen, meint Gita Neumann.
Foto: Google
Das Bürgerhaus der Humanisten in Halle (Saale) hat Ende September sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Von Ivonne Lische und Edmund Fröse, Halle