Direkt zum Inhalt
Am Mittwoch diskutiert das Europäische Parlament über „Leitlinien der EU zur Förderung und zum Schutz der Religions- und Weltanschauungsfreiheit“ in Drittstaaten. Doch noch bevor die Debatte über den so genannten „Andrikienè-Bericht“ eröffnet wurde, hat die Fraktion der Sozialdemokraten schon energisch dem Vorschlag widersprochen. Aus dem Vorschlag der Europäischen Kommission sei ein religiöses Pamphlet geworden, heißt es in einer Pressemitteilung von Fraktions-Vizepräsidentin Véronique De Keyser.
Die Humanistische Union hat in Berlin gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen ihren diesjährigen Grundrechte-Report vorgestellt. In insgesamt 43 Berichten nimmt die Bürgerrechtsorganisation Stellung zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland und zieht ein bedenkliches Fazit.
Grundlagendaten zur Erhebung der weltanschaulichen Verfolgung werden nicht gesammelt. Weder das UN-Flüchtlingshilfswerk noch die Internationale Organisation für Migration sammelt Angaben zur konfessionellen Bindung im Zusammenhang mit Flucht oder grenzüberschreitender Wanderung. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sieht in dem Phänomen keine im Asylverfahren statistisch auswertbare Größe. Es gibt nur die ominösen Zahlen von „Open Doors“. Und eine Medienlandschaft, die nach dem Sensationsprinzip funktioniert.

Menschen

diesseits Titel 2/2013

Liebe Lesende,

wie viele Hoffnungen waren mit dem „Arabischen Frühling“ verbunden! Hoffnungen auf mehr Freiheit und weniger Unterdrückung, auf offene Demokratie statt quälende Diktatur. Doch was ist daraus geworden?

Panorama

Foto: J. Volle
Die Jugendfeier – eines der wichtigsten Feste humanistischer Feierkultur: Im mit knapp 300 Gästen voll besetzten Saal des Häussler Bürgerforums in Stuttgart-Vaihingen feierten gestern wieder Jugendliche gemeinsam mit Familie und Freunden ihren Übergang von Kindheit zur Jugend. Für musikalische Begleitung sorgte die Projektgruppe des Musikfachseminars Stuttgart.

Perspektiven

Hamed Abdel-Samad
Nachdem die Giordano Bruno Stiftung (gbs) am Wochenende darauf aufmerksam gemacht hatte, dass radikale ägyptische Islamisten im Internet zum Mord ihres Beiratsmitglieds und Buchautors Hamed Abdel-Samad aufrufen, hat nun auch die Bundesregierung auf die Bedrohung des deutschen Staatsbürgers reagiert. Angesichts der akuten Bedrohung Abdel-Samads reicht das aber nicht aus.