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25 Jahre sind vergangen, seit sich nach der deutschen Wiedervereinigung der praktische Humanismus in Deutschland wieder bundesweit frei zu entfalten beginnen konnte. Die Humanistinnen und Humanisten hierzulande bilden heute eine der größten Verbindungen ihrer Art weltweit.
Mit dem HumanistenTag 2017 lädt vom 15. bis zum 18. Juni nächsten Jahres das wohl größte humanistische Festival bundesweit zum Diskutieren, Tanzen, Staunen und Netzwerken ein. Michael Wladarsch, Geschäftsführer der Deutscher HumanistenTag gGmbH, sagt im Interview, warum aus seiner Sicht die Zeit für ein großes Fest für alle Menschen, die gerne selber denken ist, gekommen ist.
Nach mehr als 30 Jahren Arbeit und bei über 60.000 Schülerinnen und Schülern in Berlin und Brandenburg ist wohl bewiesen: Humanisten können Wertebildung. Doch mit wenigen Ausnahmen gibt es bundesweit derzeit kaum große Aussichten auf echte Verbesserungen beim Angebot von Alternativen zu den Religionsunterrichten. „Hilfe von oben“ ist nicht zu erwarten, einen Ausweg bietet nur der gemeinschaftliche Einsatz.

Perspektiven

Bild: Lucas Cranach der Ältere
Während die Kirchen des 500. Jahrestages der Reformation feierlich gedenken, geschieht dort wenig, um die Reformation als Prozess weiterzuführen. Wird es dem organisierten Humanismus in diesem Jahr besser gelingen, die notwendigen Debatten zu führen und strategische Klärungen herbeizuführen?
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Menschen

diesseits Nr. 117, 4/2016
Humanistische Lebenskunde ist ein Erfolgsmodell: Seit seiner Einführung 1984 an Berliner Schulen stiegen die Teilnehmendenzahlen jedes Jahr stark an. Mittlerweile besuchen über 60.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg den Unterricht, rund 500 Lehrkräfte sind derzeit an den Schulen tätig. Olaf Schäfer und Heike Schmidt sprechen über ihren Unterrichtsalltag, ihre Motivation und über Widerstände, auf die sie treffen.

Panorama

Martin Moder. Foto: Markus Neubauer
Blutsaugende Cyborgs, erkenntnisreiche Fruchtfliegen und hilfreiche Kuscheltipps – das ungewöhnliche Sachbuch „Treffen sich zwei Moleküle im Labor“ des Wiener Molekularbiologen Martin Moder bietet ein Feuerwerk der wissenschaftlichen Kuriositäten. Neben den neusten biologischen Erkenntnissen, die alle Bereiche des Lebens berühren, finden sich im ersten Werk Moders außerdem praktische Alltagstipps.